Review: REV-Paddels

Das Schwimmen ist für den gemeinen Triathleten entweder notwendiges Übel, um auf Rad, beziehungsweise in die Laufschuhe zu kommen, oder ein wunderbare Teildiziplin dieser schönen Sportart. Im Training wird häufig ein ganzer Haufen “Spielzeug” verwendet, seien es Flossen, Schnorchel, Paddels, Pull-Bouy um nur einige zu nennen. Hier möchte ich euch kurz ein weiteres Hilfsmittel vorstellen, welches mich seit einiger Zeit zum Training begleitet: REV-Paddels.

REV-Paddels
Klein, aber effektiv: REV-Paddels (Quelle: rev-paddels.de)

 

“Erfunden“ wurden Sie von Holger Lünning, Sportwissenschaftler, Schwimmtrainer und vielen bekannt für gute Beiträge zum Thema Schwimmen in den Zeitschriften, triathlon-training und Swim. Die Idee dahinter ist im Prinzip recht simpel.
Einer der häufigsten Fehler beim Schwimmen ist, dass das Wassserfassen mit einem abknicken der Hand eingeleitet wird. Dies führt jedoch dazu das die effektive Abdruckfläche (Hand + Unterarm) nicht sofort benutzt wird um effizienten Vortrieb zu gewährleisten. Stellt euch hierzu am besten einmal folgendes vor. Ihr besitzt kein Handgelenkt und müsstet euch im Wasser nur durch ein abknicken des Ellbogens nach vorne drücken. Kling kompliziert? Ist es aber eigentlich nicht.
Genau hier setzen die REV-Paddels an. Sie “versteifen“ das Handgelenk und zwingen den Schwimmer so zu einem effektiveren Zug.

Unterwasserphase mit den REV-Paddels
Soll sollte es aussehen! (Quelle: rev-paddels.de)

In der Praxis

Angefixt durch diese, simple, aber dennoch gute Idee habe ich mir gleich ein paar geordert und setze sie mittlerweile regelmäßig im Training ein.
Das Anlegen ist, mit ein wenig Übung, schnell passiert. Hier sei nur kurz erwähnt, dass das Tragen einer Uhr sich aus logischen Gründen erübrigt.
Den Beschriebenen Effekt im Wasser merkt man beim Einsatz recht schnell. Viele kleine Fehler in der Unterwasserphase werden gnadenlos aufgedeckt. Beim Verwenden der Paddels stellt sich am Anfang das Gefühl ein, als würde man im Wasser “umhereiern”. Das legt sich aber recht schnell. Richtig bemerkbar macht sich die Korrektur allerdings, wenn man die ersten Züge nach dem verwenden der REV-Paddels schwimmt, man spürt sehr deutlich das mehr Druck im Wasser aufgebaut wird!

Weniger ist mehr

Wie bereits geschrieben, setze ich die REV-Paddels sehr häufig in meinem Training ein. Hierbei achte ich jedoch darauf das ich weniger lange Strecken damit Schwimme, sondern vielmehr versuche kurze Strecken (50-100m) mit den Paddels zu schwimmen, um anschließend die längeren Abschnitte ohne zu absolvieren. Also lieber mehrmals wechseln, als alles am Stück zu schwimmen.
Persönlich merke ich den Unterschied auch nach mehrmaligen Verwenden noch deutlich und genieße es, mit einem guten Abdruck durchs Wasser zu gleiten.
Die bevorzugte Schwimmlage spielt übrigens keine Rolle. Auch der zusätzlichen Verwendung von “richtigen” Paddels und Co steht nicht im Wege. Gerade beim Einsatz von REV- + normalen Paddels wird schnell deutlich wie schnell die Muskulatur ermüdet und das Zugmuster unsauber wird.

REV-Paddels + normale Paddels im Einsatz
Die Kombination mit anderen Tools ist kein Problem! (Quelle: rev-paddels.de

 

Letztendlich habe ich keine genauen Vergleichszahlen und halte dies auch als Parameter für die Sinnhaftigkeit einer Verwendung als fraglich. Aber der persönliche Eindruck sagt mir, dass die REV-Paddels eines der “Spielzeuge” sind, die ohne viel Mühe in ein normales Training eingebaut werden können und dazu noch einen deutlich spürbaren Effekt bringen.
Probiert es einfach einmal selbst aus und berichtet, was Ihr davon haltet.

Review: REV-Paddels

Die Skihochtour, die keine war

Zum bereits dritten Mal wollten wir uns Anfang April auf die hohen Berge der Monte Rosa per Ski begeben. Das war zumindest der Plan.

Im Detail war folgendes vorgesehen:

  • Sonntag: Anreise zum Simplon Pass, Übernachtung.
  • Montag: Anreise Alagna, von dort per Bahn zum Rifugio Orestes
  • Dienstag: Eingehtour auf das Hochliecht, Übernachtung nochmals auf der Orestes Hütte
  • Mittwoch: Aufstieg zur Punta Giordani, von dort Abfahrt zum Rifugio Mantova
  • Donnerstag – Sonntag Touren von der Mantova
  • Montag: Heimreise
Kurze Pause am Lago d'Orta
Kurze Pause am Lago d’Orta

 

Angefangen hat alles recht normal. Die Nacht am Simplon Pass haben wir Hotel Simplon Blick verbracht, nicht die erste und bestimmt auch nicht die letzte Nacht dort! Am nächsten Tag Weiterfahrt nach Alagna in Italien, um von dort zum Rifugio Orestes per Bahn aufzufahren. Nun, wie soll ich sagen, wir wollten wirklich hochfahren, aber leider wollte die Bahn nicht mehr. Die hatte nämlich kurzerhand beschlossen, eine Woche vor regulärem Ende ihren Betrieb einzustellen. Leider haben wir das ganze erst (aufgrund diverser Verständigungsprobleme) gegen 14:00 Uhr so wirklich realisiert.

Um jetzt nach “oben” zu kommen hätte man nach Gressoney fahren müssen. Was auf der Karte wie ein Katzensprung aussieht, ist in Wirklichkeit leider eine Autofahrt von rund 3h. Das würde bedeuten, wir würden es nicht mehr am Montag auf die Orestes Hütte schaffen. Was im Prinzip auch kein Problem dargestellt hätte, wenn nicht der Wetterbericht ab Donnerstag schon eine Wetterstörung von circa zwei Tagen vorausgesagt hätte. Das hätte wiederum bedeutet, dass wir, gerade nach der Eingehtour auf das Hochliecht schon hätten Pause machen müssen – und darauf hatte keiner so wirklich Lust. Wenn man schon viel Geld für die Übernachtungen und die Anreise bezahlt, möchte man wenigstens ein paar Touren machen.

Nach kurzem Kriegsrat – und einigen Telefonaten zum Prüfen von Möglichkeiten – haben wir uns entschlossen wieder zum Simplon Pass zurück zu fahren, um von dort noch ein oder zwei Touren zu machen, schließlich will man ja nicht die ganze Strecke umsonst gefahren sein.

Da der Pass “nur“ auf 2005HM liegt, mussten wir für unsere geplante Tour auf das Simploner Breithorn schon um 04:30 Uhr aus den Federn. Andernfalls wären wir den, für diese Jahreszeit, sehr hohen Temperaturen zum Opfer gefallen und die daraus resultierende Gefahr durch Schneerutsche und Lawinen wollten wir nicht eingehen.

Die Tour an sich war relativ unspektakulär, die Schlüsselstelle der Tour haben wir allerdings mit Steigeisen gequert, da uns ein Übergang mit Skiern zu heikel erschien.

Aufgrund der Verhältnisse, haben wir uns entschieden, die Schlüsselstelle der Tour mit Steigeisen zu begehen.
Aufgrund der Verhältnisse, haben wir uns entschieden, die Schlüsselstelle der Tour mit Steigeisen zu begehen.

 

Als wenn die vorherigen Geschichten nicht schon Strafe genug waren, kam es allerdings noch schlimmer.

Entgegen des Wetterberichts, der für den Dienstag Temperaturen um die 28 Grad vorausgesagt hatte, war der Himmel in Wirklichkeit komplett wolkenverhangen. Das heisst natürlich auch, dass der sich in der Nacht bildende Harschdeckel der Schneeschicht nicht aufweicht und man auf einer Art Eispanzer abfährt. Obendrauf kam noch, dass im Bereich des Gipfelsattels ein solcher Fönsturm herrschte, dass es meinen Rucksack (rund 8kg) per Windböe fast vom Berg geweht hätte. Nur ein beherzter Sprung konnte schlimmeres verhindern. Kurz gesagt, die Tour war Mist.

Noch sah alles ruhig und friedlich aus am Breithorn.
Noch sah alles ruhig und friedlich aus am Breithorn.

 

Zurück im Hotel berieten wir lange, was wir weiter tun wollen. Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten einer kleinen Tour auf das Magehorn und der anschließenden Heimfahrt.

Wenigstens die letzte Tour sollte ein kleiner Erfolg werden, wir kamen zwar nicht zum Gipfel (dieser war komplett Aper), hatten aber einen Traum Firn zum abfahren!

Schön geneigte Hänge zum Abfahren
Schön geneigte Hänge zum Abfahren

 

Wenigstens die letzte Tour gab ein bisschen Entschädigung für die restlichen Tage
Wenigstens die letzte Tour gab ein bisschen Entschädigung für die restlichen Tage

 

Das Fazit dieser Tour?

Bergsteigen, egal in welcher Form ist und bleibt Glücksache. Stimmen die Bedingungen? stimmt das Wetter?, stimmt die Kondition? Es sind viele Faktoren, die passen müssen und gerade wenn man mit einer größeren Gruppe Unterwegs ist, wird die Tour noch mehr zum Glücksspiel, schließlich muss man in der Regel weit im Voraus planen und hat, bedingt durch gebuchten Verbindlichkeiten, kaum Ausweichmöglichkeiten.

Die Skihochtour, die keine war

Immer und Überall: Bookmarks

Wenn Ihr, wie ich, schon zur älteren Generation gehört, sind euch sicher die Lesezeichen im Browser ein Begriff. Früher emsig gepflegt, verkommen sie mit der Zeit immer mehr zum Datengrab. Sei es durch einen  Wechsel des Browsers oder schlichtweg durch Datenverlust.
Warum also nicht das ganze in einem Online-Dienst speichern? Zugriff von überall – Smartphone, Desktop, Laptop alle greifen auf einen einzigen Datenbestand zurück. Ein Traum.

Der Dienst meiner Wahl heißt pinboard.in hier habe ich die Möglichkeit alles an Lesezeichen abzuspeichern, was mir wichtig erscheint. Durch ein Intelligentes Tagging 1, ist es möglich seinen gesammelten Datenbestand schnell und effektiv zu durchforsten. Mittels eines “Read later” – Schalter hat man zusätzlich noch die Option, sich eine Leseliste zu erzeugen. Übrigens: Genau diese Option hat den Dienst Pocket für mich obsolet gemacht, probiert es aus, es funktioniert hervorragend!

Per default ist euere Bookmark-Liste public und somit für jeden einsehbar. Wem das nicht gefällt kann die entsprechende Einstellung schnell und umkompliziert ändern. Persönlich habe ich aber nichts gegen dieses kleine “Social-Feature” und habe es daher aktiviert.

Stichwort Social

pinboard.in is Social Bookmarking for Introverts

Bookmarks, die niemanden was angehen, können mit einem ‚Private‘ Tag versehen werden und sind somit nur für euch sichtbar.

Eines der besten Features sind die Tag-Bundles. Hier könnt Ihr unter einem Schlagwort eine ganze Liste von Tags zusammenfassen. So könnt Ihr zum Beispiel: ’OS X’, ‘Windows’, ‘Linux’ unter dem Tag ‘Betriebssysteme’ zusammenfassen.

Auch ist es möglich, mithilfe der Tag-Bundles Bookmarks ‘private-only’ zu schalten. Hierzu genügt ein ‘.’ vor dem entsprechendem Tag.

Der Dienst kostet pro Jahr im Moment 11$, zusätzlich kann man für 25$ noch eine Archiv-Funktion einrichten, die eine gebookmarkte Website dauerhaft auf den Servern von pinboard speichert. Dadurch gehen die Informationen auf Ihr niemals verloren, selbst wenn die Seite vom Netz genommen wird.

Tools

Für pinboard.in gibt es eine ganze Reihe nützlicher Tools auf allen Plattformen. Für iOS ist mein derzeitiger Favorit: Pinner. Am Mac nutze ich zum Lesen ReadKit und zur Pflege und Erstellung, diverse Workflows für Alfred.

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Immer und Überall: Bookmarks